Kinobesuche seit Dezember 10

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Wiedereinmal finden wir uns zusammen, um die Highlights des letzten Monats Revue passieren zu lassen. ;)

Meine Frau unsere Kinder und ich, Devil, The Green Hornet, Morning Glory, Brothers, Black Swan, Tron: Legacy, Dickste Freunde

Die Plakate der letzten Kinofilme.

Es erwarten uns viele durchschnittliche Komödien, aber auch einige Perlen sind diesmal dabei, besonders Brothers, Black Swan und Tron: Legacy dürfen sich hier angesprochen fühlen.

Meine Frau, unsere Kinder und ich 6 / 10

Ein weiterer Teil der Meine Frau, *blah* und ich-Reihe läuft also wieder einmal im Kino. Die Geschichte macht einen etwas größeren Sprung, die beiden Kinder von Pamela und Greg sind fast fünf Jahre alt und der Alltag hat die Familie fest im Griff. Schwiegervater Jack muss angesichts seines Alters einen Nachfolger als Familienoberhaupt bestimmen, Greg ist seine einzige Wahl nachdem Dr. Bob (ich glaube das war der Mann der Schwester von Pam oder sowas) die Familie verlassen hat.. der zukünftigen “Ober-Focker” ist geboren und Greg nimmt die Sache ziemlich ernst.

Aber es kommt wie es kommen muss.. eine überaus attraktive Vertreterin für Potenzmitteln (gespielt von Jessica Alba) versucht – aus welchen Gründen auch immer – Greg zu verführen. Dieser kann wiederstehen aber Jack bekommt Wind davon und ist außer sich vor Wut. Alles spitzt sich dann an der Geburtsfeier der beiden Kinder zu und es kommt zum Kampf.

Im Grunde ist Meine Frau, unsere Kinder und ich ein unterhaltsamer Film mit einigen witzigen Momenten und einer Jessica Alba zum Hinknien aber insgesamt betrachtet doch nur Mittelmaß. Der Anfang zieht sich und bringt so gut wie keine Lacher, erst später nimmt der Film Fahrt auf und die ersten Witze zünden. Wer die Vorgänger mochte, wird sich auch im dritten Teil amüsieren.

Devil 6 / 10

- Sneak Preview -

Der Trailer zu Devil hält, was er verspricht. Fünf Menschen, gefangen in einem Fahrstuhl, keiner kommt rein oder raus. Immer wenn das Licht für einen Moment aus geht, ist im nächsten schon jemand tot. Die immer kleiner werdende Anzahl an Leuten verdächtigt sich gegenseitig. Was sie nicht wissen (und was man sich natürlich anhand des Titels auch nicht schon vorher denken kann) ist, dass der Teufel sich höchstpersönlich unters Volk gemischt hat, um uns zur Verzweiflung zu bringen.

Devil ist, wenn auch nur auf eine Lokalität begrenzt, spannend erzählt, das Ende allerdings überrascht nicht vollends. Richtige Schocker bleiben leider aus, für den kleinen Horror zwischendurch reicht er aber allemal.

The Green Hornet 6 / 10

- 3D-Vorstellung -

Schade, dass bei den konvertierten 3D-Filmen der Abspann der einzige Teil ist, bei dem der Effekt wirklich überzeugen kann.. so auch bei The Green Hornet. Was ich vorher nicht wusste ist, dass es The Green Hornet schon einmal als TV-Serie gab, mit fucking Bruce Lee als Keto. Naja jedenfalls geht es im Film um Britt Reid, den Sohn eines milliardenschweren Zeitungsguru, der sich außer für Sex, Drugs & Rock ‘n Roll für wenig interessiert. Als sein Vater jedoch überraschend stirbt, stellt er fest, dass er sein Leben vergeudet und schließt sich mit dem Wunderkind Keto zusammen. Gemeinsam bilden sie The Green Hornet. Danach folgt allerhand Geplänkel mit bösen Jungs und ein Konkurrenzkampf um die “schöne” Sekretärin Lenore Case, gespielt von Cameron Diaz.

Insgesamt unterhaltsames Popcorn-Kino mit der einen oder anderen Schwäche: Zum einen wäre da Seth Rogen (Britt Reid) selbst, den man entweder mag oder eben nicht; Cameron Diaz, die ihre besten Jahre hinter sich hat und der schwache 3D-Eindruck, den der Film hinterlässt. 2D wäre hier sicher mehr gewesen und hätte außerdem den Geldbeutel geschont.

Morning Glory 7 / 10

In Morning Glory spielt die quirlige Rachel McAdams die arbeitswütige Becky Fuller, eine Produzentin im Frühstücksfernsehen. Als sie gefeuert wird um die Kosten zu senken, sucht sie händeringend nach einem neuen Job, den sie letztlich bei der Sendung Daybreak findet. Daybreak ist die ewige Nummer vier hinter den drei großen Frühstücks-Shows im amerikanischen Fernsehen. An ihrem ersten Tag feuert sie den Ko-Moderator, schafft es aber den angesehenen Nachrichtenmann Mike Pomeray (Harrison Ford) für die Sendung zu “gewinnen”.

Die Sendung muss aber mehr Quote bringen oder sie wird abgesetzt (jaja das Frühstücksfernsehen scheint ein hartes Pflaster zu sein), jedenfalls reißt sich Becky den knackigen Arsch auf, um die Quoten zu erhöhen und erlangt erste Erfolge. Jedoch ist es für alle Beteiligten schwer mit Ko-Moderator Mike zu arbeiten, der sich mit Klatsch und Tratsch absolut nicht anfreunden kann. Aber auch ein Mike Pomeroy muss erkennen, dass er für das Team Verantwortung trägt. Besonders zu Becky baut er eine gewissen freundschaftliche Bindung auf, da sie ihn an sich selbst erinnert und er vermeiden will, dass es ihr genauso ergeht wie ihm.

Morning Glory ist eine gefühlvolle Mischung aus Selbstfindungsdrama und Komödie, mit guten Schauspielern und einem schönen Happy End, angucken!

Brothers 8 / 10

- Sneak Preview -

Der junge Capt. Sam Cahill (Tobey Maguire) holt seinen Bruder Tommy (Jake Gyllenhaal) aus dem Knast ab. Solange Sam im Einsatz in Afghanistan ist, soll Tommy auf Sams Frau Grace (Natalie Portman) und seine zwei Töchter aufpassen.

Während einer Patrouille wird Sams Konvoi angegriffen und er und ein weiter Soldat werden von Terroristen gefangen genommen. Beide erleiden Qualen und Sam wird gezwungen seinen Kamerad zu töten. Währenddessen wird Grace informiert, dass ihr Mann im Kampf gefallen sei und ein Begräbnis findet statt. Tommy versucht Grace wo er kann zu unterstützen und den Kindern ein guter Onkel zu sein. Er geht mit ihnen Eislaufen und renoviert sogar die abgewohnte Küche.

Dann passiert ein Wunder, Sam wird von amerikanischen Soldaten befreit und kann nach Hause zurückkehren, sein Geheimnis behält er jedoch für sich. Er traut sich niemanden an aber alle merken, dass etwas nicht stimmt. Sogar seine eigenen Kinder haben Angst vor ihm und wünschen sich, dass ihr Dad lieber tot geblieben wäre.

Maguire, Gyllenhaal und Portman machen Brothers zu einem sehr gefühlvollen und nachdenklichen Drama um eine junge Familie, denen der Krieg nahezu alles abverlangt und das einen darüber nachdenken lässt, was in Menschen vorgeht, die ihn so hautnah miterlebt haben.

Black Swan 8 / 10

Noch ein Film mit Natalie Portman in der Hauptrolle (die wird uns demnächst auch noch in Thor und Freundschaft Plus über den Weg laufen). Black Swan handelt von der jungen Balletttänzerin Nina, die unbedingt die Hauptrolle in der Neuaufführung von Schwanensee spielen will. Wie keine andere beherrscht sie den Tanz des weißen Schwans aber laut ihrem Trainer/Regisseur Thomas (Vincent Cassel) fehlt ihr die nötige Leidenschaft den schwarzen Schwan (sowas wie einen bösen Klon des weißen Schwans) zu spielen. Als er versucht sie zu küssen, beißt sie ihn. Er sieht darin diesen einen Funken Leidenschaft, der ihr bisher immer gefehlt hat und gibt ihr die ersehnte Rolle.

Nina arbeitet von nun an hart dafür besser zu werden. Allerdings muss sie noch mit anderen Dingen fertig werden, zum einen hat sie eine größer werdende Wunde an ihrer Schulter und zum anderen sieht sie in der verführerischen Tänzerin Lily (Mila Kunis) aus Amerika eine Konkurrentin und ein Vorbild zugleich.

Nina versucht mehr Zeit mit Lily zu verbringen, um mehr wie sie zu werden um so den schwarzen Schwan besser spielen zu können. Die beiden gehen in eine Bar, trinken und nehmen Drogen. Der Druck, der auf Nina lastet, wird jedoch immer größer und sie fängt an, sich Dinge einzubilden.

Black Swan fängt verhalten an, bessert sich aber zur Hälfte ungemein und es entfesselt sich ein regelrechten Sog hinab in die Abgründe der Seele einer Perfektionistin. Das Tempo wird dabei immer schneller, Realität und Fantasie verschwimmen zu einem fesselnden Finale, das geprägt ist von einer starken Bildsprache, untermalt mit bekannten, eindringlichen Musikstücken aus dem Schwanensee. Wahnsinnsleistung von Portman, die für diese Rolle zurecht eine Nominierung für den Oscar erhalten hat.

Tron: Legacy 8 / 10

- 3D-Vorstellung -

Je nachdem in welchem Jahr man Tron gesehen hat, wird man den Film als eher “revolutionäres Meisterwerk” oder als “trashigen Sci-Fi-Movie” sehen. Ich falle jedenfalls in letztere Gruppe, nachdem ich hörte, dass es besser sei, man schaut sich das Original an, bevor man Tron: Legacy sieht. Und tatsächlich gebe ich diesen Tipp weiter, denn der neue Tron nimmt sich keine große Zeit dafür die Figuren und ihren Hintergrund zu erklären. Es gibt besonders am Anfang einige Anspielungen auf den mittlerweile 28 Jahre alten Vorgänger, die einen schmunzeln lassen.

Ich fasse die Ausgangssituation kurz zusammen: Kevin Flynn (Jeff Bridges) verschwindet eines Tages spurlos und lässt seinen Sohn Sam (Garrett Hedlund) zurück, den sein Leben als kleiner Rebell Spaß macht und der sich davor drückt die Firma seines Vaters zu leiten. Als das neue Betriebssystem von Encom released werden soll, bricht Sam in die Firma ein und lädt das OS für alle frei verfügbar ins Internet, natürlich zum großen Ärger der Chefs.

Dann bekommt er vom besten Freund seines Vaters und seinem Quasi-Vater Alan Bradley (Bruce Boxleitner) eine Nachricht weitergeleitet, die Kevin Flynn aus seinem Büro geschickt haben soll. Verwundert und neugierig schaut Sam in der alten Spielhalle vorbei und entdeckt einen geheimen Raum, von wo aus sein Vater die Welt mit seiner Erfindung verändern wollte. Der alte Computer funktioniert noch und Sam wird kurzerhand auf das Raster transportiert und findet sich in einer virtuellen Welt wieder, in der er gezwungen ist, sich zu behaupten.

Erst zu diesem Zeitpunkt nutzt der Film den 3D-Effekt, wie eine kleine Einblendung am Anfang des Films verrät, soll es sich dabei vorrangig um ein Stilmittel handeln und das funktioniert ganz wunderbar. Sam muss sich in mehreren Diskus-Duellen und Lightcycle-Rennen behaupten, bevor er von der schönen Quorra (Olivia Wilde) befreit und zu seinen verschollenen Vater gebracht wird.

CLU in Tron: Legacy

Effektfeuerwerk in Tron: Legacy

Tron: Legacy ist wortwörtlich ein Effektfeuerwerk, das einen mit unglaublichen Bildern eindeckt und dazu noch einen erstklassigen Soundtrack obendrauf legt. Schade nur, dass insgesamt etwas Potential verschenkt worden ist, die Zutaten für einen epischen Actionfilm waren jedenfalls vorhanden. Aber auch so ist Tron: Legacy absolut sehenswert und ein Erlebnis für Augen und Ohren.

Dickste Freunde 6 / 10

Mit Dickste Freunde erwartet uns eine neue Komödie mit Vince Vaughn als Ronny und Kevin James als dessen bester Freund Nick. Die beiden Kumpels arbeiten daran Elektroautos den kernigen Sound alter PS-Schleudern zu verpassen und sind dabei einen großen Deal mit Crysler an Land zu ziehen. Alles scheint glatt zu laufen bis Ronny Nicks Ehefrau dabei beobachtet, wie sie mit einem anderen fremdgeht. Er ist sich nicht sicher, ob Nick das in der derzeitigen Lage verkraften würde und verheimlicht es vorerst.

Er spioniert Nicks Frau weiter hinterher und lügt seine Freundin Beth (Jennifer Connelly) an, die glaubt, dass Ronny wieder mit dem Wetten angefangen hat. Schließlich findet er heraus, dass auch Nick fremdgeht und die Situation wird schlimmer.

Eine durchschnittliche Komödie ohne viel Tiefgang aber mit einigen guten Gags, die aber nur selten über die Mittelmäßigkeit hinaus kommen.


So damit habt ihr erstmal wieder was zu lesen, demnächst gehts mit den restlichen Türchen aus dem Adventskalender weiter. Bis dahin viel Spaß im Kino! :)

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1 Kommentar RSS

JanSuchandt

Ich fand Devil auch ganz ok, aber es waren auch imm wieder Durststrecken zu bewältigen.
Bei Green Hornet fand ich es zwar keine Geldverschwendung ins Kino zu gehen, aber ich habe auch schon bessere Filme gesehen.
Black Swan werd ich mir sicherlich auch noch anschauen. Hat ja bereits einige gute Kritiken bekommen. Danke wiedermal für die gute Kritik!

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